theater

Lausdirndlgeschichten nach Lena Christ

Freitag, 28. Dezember 2018 | Einlass ab 13:30 Uhr, Beginn ab ca. 14:00 Uhr

Ein Theaterspaß für Lausdirndl, Lausbuben und Lauserwachsene von 6 bis 100 Jahren

Von und mit Angela Hundsdorfer und Pia Kolb.

Leni ist ein richtiger Sau-Fratz. Das sagen zumindest die Leut' im Dorf. Bei Oma und Opa hilft sie den Hennen beim Eierlegen, geht mit dem Schlosserflorian und dem Neuwirtshubertl Obst klauen und mit der Apothekermarei ärgert sie die Buben. Doch das Lausdirndl hat das Herz am rechten Fleck!

Die anarchische und bittersüße Kindheitsgeschichte der bayrischen Autorin Lena Christ, bekannt durch „Die Rumplhanni" und „Madam Bäurin".

Über Autorin und Vorlage

Lena Christ (1881-1920), eine der bedeutendsten bayerischen Autorinnen, wuchs als uneheliches Kind, behütet bei ihren Großeltern im bäuerlichen Glonn auf. Als sie mit sieben Jahren unerwartet ins Wirtshaus ihrer Mutter nach München geholt wird, endet die Idylle ihrer Kindheit abrupt. Dort lernt sie familiäre Gewalt und harte Arbeit kennen, und beginnt aus Verzweiflung nach ihrem leiblichen Vater zu forschen – erfolglos.
1911 – sie ist inzwischen geschieden und Mutter dreier Kinder, beginnt ihr Leben als Schriftstellerin. Ein Jahr nach dem Erscheinen ihres Debut-Romans „Erinnerungen einer Überflüssigen", verfasst die 32-Jährige 1913 ihre „Lausdirndlgeschichten" und macht damit den acht Jahre zuvor erschienenen „Lausbubengeschichten" von Ludwig Thoma Konkurrenz. Dieser ist gar nicht erfreut und bezeichnet das Buch als billiges Plagiat.
Doch Christ schaffte ganz bewusst ein weibliches Pendant zu den populären „Lausbubengeschichten" und setzte mit einfacher, kindlicher Sprache ihren glücklichsten Jahren und dem „Lausdirndl", das sie war, ein Denkmal. Mit Witz und nicht ohne Bosheit schildert sie, aus dessen Sicht, die dörfliche Welt und ihre Bewohner. - Viele fühlten sich „derbleckt", was das Buch in Glonn nicht gerade beliebt machte.
Sich selbst präsentiert sie als eine wilde aber mitfühlende Protagonistin, eine Bandenchefin, die die Erwachsenen glasklar durchschaut und mit ihren Streichen für ausgleichende Gerechtigkeit sorgt.
Lenis Blick auf die Welt ist liebevoll und schonungslos zugleich. Lakonisch kommentiert sie ohne große Distanz: Spiel und Ernst, Leben und Tod, Glück und Unglück sind Teil ihrer Welt und wechseln sich so selbstverständlich ab wie die Kirschen- und die Weihnachtszeit.

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Eintritt: 9 € / 6 € (ermaessigt)




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