Freies Theater Murnau - Der Tod und das Mädchen
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Freies Theater Murnau - Der Tod und das Mädchen

Freitag, 13. Juli 2012 | Beginn ab ca. 20:00 Uhr

Das " Freie Theater Murnau" spielt " Der Tod und das Mädchen", von dem chilenischen Autor
und Menschenrechtsaktivisten Ariel Dorfman.

Das Stück handelt von Paulina Salas, ihrem Mann Gerardo Escobar und dem Arzt Roberto
Miranda. Der Titel geht zurück auf das seit dem 15. Jahrhundert bekannte Motiv Der Tod und
das Mädchen und dem damit verbundenen gleichnamigen dramatischen Streichquartett von
Franz Schubert.
Fünf Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur in einem südamerikanischen Land hilft der Arzt Dr
Robert Miranda dem Rechtsanwalt und designierten Vorsitzenden des Komitees zur Aufklärung
von Menschenrechtsverletzungen zu Zeiten der Militärjunta, Gerardo Escobar, bei einer
nächtlichen Autopanne, indem er ihn nach Hause fährt.
Escobars Frau Paulina ist fest davon überzeugt, in Miranda ihren Peiniger zu erkennen, der
sie in ihrer Zeit als Oppositionelle grausam folterte und vergewaltigte. Wild entschlossen, ihm
dieses Geständnis zu entlocken, bedroht sie ihn mit vorgehaltener Waffe und fesselt ihn. Sie
möchte ihm die Folterszenen in Erinnerung rufen. Gerardo glaubt ihr zunächst nicht, kooperiert
aber dann doch mit ihr.

Ariel Dorfman:
Nach seiner Geburt zog seine Familie in die USA und schließlich 1954 nach Chile. Dorfman
besuchte die Universität von Chile, hier wurde er später Professor.
Von 1970 bis 1973 arbeitete er für die Regierung des damaligen Präsidenten Salvador Allende.
Er wurde durch den blutigen Militärputsch unter Augusto Pinochet im Jahre 1973 gezwungen,
ins Exil in die USA zu gehen.
Seit der Wiederherstellung der Demokratie in Chile 1990 teilt Dorfman seinen
Lebensmittelpunkt zwischen Santiago de Chile und den USA.
Sein Werk beschäftigt sich oft mit dem Schrecken der Tyrannei und, in späteren Werken, mit
den Spuren des Exils. Sein wahrscheinlich bekanntestes Stück ist Der Tod und das Mädchen
(Death and the Maiden/La muerte y la doncella).

Darsteller: Elisabeth Perchtold, Peter Tuscher, Rolf Brunner
Regie: Wilhelm Manske
Bühnenbild: Andreas Breitsamter




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